Spectre & Meltdown - die größten Sicherheitslücken der IT-Geschichte

Spectre & Meltdown - die größten Sicherheitslücken der IT-Geschichte
03.1.2018

Das neue Jahr ist noch keine Woche alt und schon ist die wohl größte Sicherheitslücke in der IT-Geschichte veröffentlicht worden. Die Sicherheitslücken Spectre & Meltdown ermöglichen es, auf jedem CPU (Prozessor) Daten auszulesen, die der jeweilige Computer im Speicher verarbeitet – also auch Passwörter und geheime Zugangscodes.

Die Sicherheitslücke wurde bereits im Juni 2017 von Sicherheitsprofis entdeckt und den CPU-Herstellern mitgeteilt, sodass diese Sicherheitsupdates zu Verfügung stellen konnten. Eigentlich sollte die Sicherheitslücke erst Ende Januar veröffentlicht werden. Doch schon kurz vor dem Jahresende wurden die ersten Berichte online eingestellt und machten auf Spectre & Meltdown aufmerksam.

Welche Chips sind betroffen?

Das Kernproblem ist ein branchenweit angewandtes Verfahren, es betrifft somit verschiedene Anbieter und Milliarden Geräte weltweit. Bei Intel ist die Sicherheitslücke laut Forschern im Großteil aller gefertigten Prozessoren seit 1995 vorhanden. Aber auch Smartphone-Prozessoren wie der Arm Chip sind von der Sicherheitslücke betroffen. Auch bei AMD konnten Forscher die Chips attackieren, obwohl AMD berichtete, dass die Chips sicher sind.

Auch GPU, also Grafikkartenchips, könnten betroffen sein. Nvidia hat bereits Patches in Arbeit. Von ATI gibt es bisher noch keine offizielle Stellungnahme

Update 10.01.2018: Nvidia stellt nun neue Treiber zur Verfügung, die die potentiellen Auswirkungen des Sicherheitslecks Spectre minimieren sollen. Meltdown scheint jedoch keinen Einfluss auf die Nvidia-Komponenten zu haben.

Was macht die Angriffe möglich?

In den vergangenen Jahrzehnten wurden Prozessoren darauf getrimmt, immer schneller zu werden. Durch einen einfachen Trick werden Daten, die später benötigt werden, schon vorher abgerufen. Doch wie sich jetzt ergeben hat, kann genau dieses Verfahren ausgehebelt und Daten abgefangen werden.

Was ist mit Cloud-Diensten?

Cloud-Dienste wie etwa Amazon Web Services, Google Cloud Platform und Microsoft Azure sind nach eigenen Angaben bereits zum größten Teil aktualisiert wurden.

Allerdings halten Sicherheitsanalysten eine Software-Lösung nicht für ausreichend – zumindest nicht bei Servern im Rechenzentrum. Um die Sicherheitslücke vollständig zu schließen, muss der Prozessor ausgetauscht werden.

Was Sie jetzt tun sollten!

Allen Nutzern wird empfohlen, sich beim jeweiligen Hersteller und Betriebssystem-Anbieter zu informieren und die neusten Updates zu installieren.

Ein Windows Patch ist bereits fertig und kann für folgende Windows-Versionen heruntergeladen werden: Windows 7, Windows 8 und Windows 10. Nutzern mit älteren Versionen wird dringend geraten, ihr Betriebssystem zu upgraden.

Auch Apple-Nutzern wird dringend geraten, ihre Systeme upzudaten, da diese ebenfalls betroffen sind.

Alle Android-Nutzer, die das jüngste Update eingespielt haben, müssen sich keine Sorgen machen. Bei Chromebook-Nutzern sieht dies anders aus: Diese müssen noch auf ein Update warten.

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihre Systeme geschützt sind? Dann nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf und wir machen Ihre Systeme wieder sicher.

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